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Unabhängig · Auf dem Mainnet getestet · Stand: September 2026

Ethereum Explorer im Test, mit Live-Suche gleich dabei

Wir testen jeden wichtigen Block-Explorer für Ethereum, damit Sie wissen, welchem Sie bei Transaktionen, Wallets, Token und Smart Contracts vertrauen können. Oder Sie sparen sich das Lesen und suchen einfach direkt los.

Regulierte Börse seit 2013

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Live-Daten · Quelle: Blockscout API ·

Auswahl der Redaktion

Die wichtigsten Block-Explorer für Ethereum

Komplettes Ranking mit 10 Explorern

Was ein Ethereum Blockchain Explorer eigentlich macht

Ethereum ist ein öffentliches Kassenbuch, das jeder lesen darf. Nur macht das Lesen im Rohzustand wenig Freude. Ein Node speichert Blöcke als Pakete aus codierten Daten: Hex-Strings, Hashes und Zahlen in Wei, der kleinsten Einheit von Ether. Ein Ethereum Explorer ist die Übersetzungsschicht dazwischen. Er betreibt eigene Nodes oder hängt sich an fremde, holt jeden neuen Block ab, decodiert die enthaltenen Transaktionen und legt das Ergebnis in einer Datenbank ab, die fürs Suchen gebaut ist. Wenn Sie einen Hash oder eine Adresse bei Etherscan oder Blockscout einfügen, fragen Sie also diese Datenbank ab, nicht die Blockchain selbst.

Dieser Unterschied ist wichtiger, als er klingt. Zwei Explorer können dieselbe Chain indexieren und trotzdem leicht Unterschiedliches anzeigen. Der eine markiert eine Adresse als „Binance 14“, der andere zeigt gar nichts. Der eine übersetzt einen Tausch auf Uniswap in ein lesbares „Swap 2 ETH for 5,380 USDC“, der andere liefert nur den rohen Funktionsaufruf. Die Daten auf der Chain ändern sich nie. Die Qualität der Interpretation schon, und genau die prüfen wir auf dieser Seite.

Sie müssen kein Entwickler sein, um von einem Block-Explorer zu profitieren. Die häufigsten Gründe, einen zu öffnen, sind erfreulich alltäglich: nachsehen, ob eine Zahlung angekommen ist, herausfinden, warum eine Transaktion hängt, bestätigen, dass die Börse eine Auszahlung wirklich losgeschickt hat, nachschauen, welche Token in einer Wallet liegen, oder vor dem Kauf sicherstellen, dass ein Token-Contract der echte ist. Trader verfolgen damit große Wallets, Entwickler debuggen ihre Contracts, Journalistinnen und Ermittler verfolgen gestohlene Gelder. Ein und dieselbe Seite bedient sie alle.

Vom Node zur Webseite in rund zwölf Sekunden

Seit dem Merge im September 2022 produziert Ethereum in jedem 12-Sekunden-Slot einen Block, es sei denn, der ausgewählte Validator verpasst seinen Einsatz. Jeder Block fasst heute bis zu 60 Millionen Gas-Einheiten. Das reicht für deutlich über tausend einfache Überweisungen oder einige hundert komplexe DeFi-Interaktionen. Der Indexer eines Explorers muss dieses Tempo halten: Er empfängt den neuen Block, führt die Transaktionen erneut aus, um interne Aufrufe und Token-Events zu erfassen, aktualisiert die Guthaben aller beteiligten Adressen und frischt die Seiten auf, die Sie gerade vor sich haben. Gute Explorer zeigen einen neuen Block ein bis zwei Sekunden, nachdem er im Netzwerk aufgetaucht ist. Unser eigener Live-Explorer für das Ethereum-Mainnet aktualisiert seine Übersicht aus demselben Grund alle 12 Sekunden.

Finalität ist eine andere Frage. Eine Transaktion im neuesten Block ist zwar enthalten, im Proof of Stake gilt sie aber erst nach zwei Epochen als finalisiert, also nach etwa 12,8 Minuten. Danach ließe sie sich nur noch rückgängig machen, wenn Angreifer eine enorme Menge gestaktes ETH opfern. Börsen schreiben Einzahlungen meist nach einer festen Zahl von Bestätigungen gut. Ein Explorer ist daher der schnellste Weg herauszufinden, ob eine Verzögerung an der Chain liegt oder an der Börse.

2015

Start des Mainnets

Frontier ging am 30. Juli 2015 live.

12 s

Slot-Zeit

Ein Block pro Slot seit dem Merge.

60 Mio.

Gas pro Block

Limit 2025 schrittweise angehoben.

~1,8 Mio.

Transaktionen pro Tag

Nur Mainnet, Stand September 2026.

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Thema wählen und tiefer einsteigen

Jede Seite stammt von Leuten, die diese Explorer täglich benutzen. Starten Sie mit einem Test, einem Ratgeber oder einem Netzwerk-Thema.

So finden Sie den passenden Block-Explorer für Ethereum

Den einen besten Explorer gibt es nicht, nur den besten für eine bestimmte Aufgabe. Wir haben die Kandidaten nebeneinander mit denselben Transaktionen, Wallets und Contracts getestet und bewerten sie nach sechs Kriterien: Wie verständlich erklärt eine Transaktionsseite, was passiert ist? Wie viel verrät eine Wallet-Seite über Token und Historie? Wie gut werden Contracts decodiert und verifiziert? Was bietet die API kostenlos? Wie geht die Seite mit Ihrer Privatsphäre um? Und ist der Code öffentlich einsehbar? So schneiden die wichtigsten Kandidaten bei den Aufgaben ab, nach denen wir am häufigsten gefragt werden.

Schnellauswahl nach Aufgabe. Alle Wertungen finden Sie in unserem Ranking.
Ihre AufgabeUnsere WahlWarumAlternative
Zahlung oder Auszahlung prüfenEtherscanKlarer Status, Bestätigungen und Übersicht der Token-TransfersBlockscout
Alle Token einer Wallet sehenEthplorerPortfolio-Ansicht mit Kursen und VerlaufEtherscan
Smart Contract prüfenEtherscanGrößter Bestand verifizierter Contracts, Read/Write-TabsBlockscout + Sourcify
App oder Skript bauenBlockscoutREST-API ohne Key, selbst hostbarEtherscan API V2
Privat und lokal nachschlagenOtterscanLäuft auf Ihrem eigenen Node, ohne DritteSelbst gehostetes Blockscout
Validatoren und Stakingbeaconcha.inSpeziell für die Konsensschicht gebautBeacon-Seiten von Etherscan

Bei alltäglichen Checks liegen die Top-Explorer nah beieinander, und Gewohnheit ist viel wert. Die meisten Wallets verlinken standardmäßig auf Etherscan, also landen die meisten Menschen zuerst dort. Wer Wert auf Privatsphäre legt oder nicht von einem einzigen Unternehmen abhängen möchte, bekommt mit Blockscout fast dasselbe Kernerlebnis, mit öffentlich einsehbarem Code, den Sie selbst hosten können. Spannend für Fortgeschrittene sind die Spezialisten: Beacon-Chain-Explorer für Validatoren, Blob-Explorer für Rollup-Daten, Mempool-Tools für ausstehende Transaktionen und Layer-2-Explorer für Arbitrum, Base und OP Mainnet, wo inzwischen der Großteil der täglichen Aktivität stattfindet.

Gibt es einen offiziellen Ethereum Block-Explorer?

Das ist eine der meistgesuchten Fragen rund um Ethereum-Explorer, und die ehrliche Antwort lautet: nein. Hinter Ethereum steht kein Unternehmen, und die Ethereum Foundation betreibt keinen Explorer. Etherscan wirkt offiziell, weil es 2015 als Erster am Markt war, weil MetaMask und viele andere Wallets darauf verlinken und weil viele den Namen längst synonym für „Block-Explorer“ verwenden. Tatsächlich ist Etherscan ein unabhängiges Unternehmen mit Sitz in Malaysia. Die Übersicht der Block-Explorer auf ethereum.org stellt mehrere Optionen gleichberechtigt nebeneinander. Diese Unabhängigkeit ist gesund: Fällt ein Explorer aus oder macht er einen Fehler, zeigen andere dieselbe Chain. Die Hintergründe erklären wir in unserem ausführlichen Etherscan-Test.

Was Sie nachschlagen können: Transaktionen, Wallets, Token und Blöcke

Fast alles, was Sie mit einem Explorer tun, beginnt mit einer von vier Kennungen. Ein Transaktions-Hash ist die Belegnummer einer einzelnen Aktion und sieht immer gleich aus: 0x, gefolgt von 64 Hexadezimalzeichen. Die Transaktionsseite verrät, ob die Aktion geklappt hat, wie viel ETH bewegt wurde, was sie an Gas gekostet hat und welche Token unterwegs den Besitzer gewechselt haben. Unser Ratgeber Ethereum Transaktion prüfen führt Sie durch jedes Feld, auch durch die, an denen die meisten scheitern, etwa den Unterschied zwischen der „An“-Adresse und dem tatsächlichen Empfänger eines Token-Transfers.

Eine Adresse ist 42 Zeichen lang und gehört entweder zu einer Wallet, die über einen privaten Schlüssel gesteuert wird, oder zu einem Smart Contract. Seit dem Pectra-Upgrade im Mai 2025 kann eine normale Wallet über EIP-7702 zusätzlich an Contract-Code delegieren. Deshalb kennzeichnen manche Explorer vertraute Wallets inzwischen als „Smart Account“. Adressseiten zeigen Guthaben, Token-Bestände, NFTs und die vollständige Historie aller Interaktionen. Wie Sie damit Freigaben kontrollieren und Address-Poisoning erkennen, erklärt der Ratgeber ETH-Wallet und Adresse prüfen. Viele Adressen haben außerdem einen lesbaren ENS-Namen wie vitalik.eth, den Sie direkt in unsere Suche tippen können.

Token-Contracts verdienen eine eigene Erwähnung, denn hier passieren die meisten Verluste. Jeder kann einen Token namens USDT mit identischem Logo und Kürzel ausgeben. Das Einzige, was sich nicht fälschen lässt, ist die Contract-Adresse. Der echte Tether-Contract lautet 0xdAC17F958D2ee523a2206206994597C13D831ec7, alles andere ist bestenfalls ein Nachbau. Unser Ratgeber zum Token-Explorer und die Anleitung Smart Contracts prüfen zeigen, worauf Sie vor einem Kauf oder einer Freigabe achten sollten: verifizierter Quellcode, Verteilung der Holder, Sonderrechte des Owners und die Vorgeschichte des Deployers. Für Sammlerstücke behandelt der NFT-Explorer-Ratgeber Herkunftsnachweise und gefälschte Kollektionen.

Und schließlich die Blöcke, der Herzschlag der Chain. Eine Blockseite zeigt, wer ihn vorgeschlagen hat, wie voll er war, wie viel ETH nach EIP-1559 verbrannt wurde und wie viele Blob-Transaktionen von Rollups darin steckten. Für die private Finanzplanung brauchen Sie Blockseiten selten, aber sie sind der beste Weg, die Lage im Netzwerk zu verstehen. Genau deshalb haben wir einen Live-Tracker für Gasgebühren auf Ethereum gebaut, der die Daten des letzten Blocks in eine einfache Schätzung übersetzt, was eine Überweisung gerade kostet.

Ethereum Transaktion prüfen: der typische Fall aus der Praxis

Die Frage, die uns aus Deutschland, Österreich und der Schweiz am häufigsten erreicht, ist ganz handfest: „Die Börse sagt, die Auszahlung ist raus, aber in meiner Wallet ist nichts.“ Mit einem Explorer klären Sie das in wenigen Minuten. Kopieren Sie zuerst die Transaktions-ID aus der Auszahlungshistorie der Börse. Fügen Sie sie in das Suchfeld oben ein. Steht dort Erfolgreich und eine wachsende Zahl von Bestätigungen, ist das Geld auf der Chain angekommen. Dann liegt das Problem fast immer in der Wallet: Sie zeigt das falsche Netzwerk an oder kennt den Token noch nicht und muss ihn erst hinzufügen.

Findet der Explorer den Hash gar nicht, lohnt ein Blick auf das Netzwerk. Viele Börsen zahlen ETH und USDC inzwischen standardmäßig über Arbitrum, Base oder Optimism aus, weil das billiger ist. Eine solche Transaktion existiert im Mainnet schlicht nicht, sie steht im jeweiligen Layer-2-Explorer. Und steht die Transaktion auf Ausstehend, obwohl seit Minuten nichts passiert, ist meist die Gebühr zu niedrig angesetzt. Warum das so ist und wie Sie eine hängende Nonce lösen, erklärt unser Ratgeber zum Mempool-Explorer. Mit dieser kurzen Routine sparen Sie sich in neun von zehn Fällen das Support-Ticket.

Wie Ethereum-Upgrades verändert haben, was Explorer zeigen

Explorer mussten sich mehrfach neu erfinden, weil sich Ethereum unter ihren Füßen ständig weiterentwickelt. Jedes große Upgrade hat neue Felder auf Transaktions- und Blockseiten gebracht. Wer weiß, woher sie stammen, liest diese Seiten deutlich entspannter.

  1. Juli 2015

    Start von Frontier

    Das Mainnet geht live. Etherscan erscheint wenige Wochen später und wird zur Standardreferenz.

  2. Juli 2016

    Der DAO-Fork

    Ein Hard Fork macht den DAO-Hack rückgängig. Die ursprüngliche Chain läuft als Ethereum Classic weiter, mit eigenen Explorern.

  3. Aug. 2021

    London / EIP-1559

    Gebühren teilen sich in eine verbrannte Base Fee und ein Trinkgeld. Explorer ergänzen „Burnt Fees“ und die Max Fee.

  4. Sep. 2022

    The Merge

    Proof of Stake ersetzt das Mining. Aus dem „Miner“ wird der „Fee Recipient“, Slots und Epochen kommen hinzu.

  5. Apr. 2023

    Shapella

    Staking-Auszahlungen werden möglich. Blockseiten listen fortan Validator-Withdrawals.

  6. März 2024

    Dencun / EIP-4844

    Blob-Transaktionen (Typ 3) geben Rollups günstigen Datenplatz. Blob-Explorer wie Blobscan entstehen.

  7. Mai 2025

    Pectra

    EIP-7702 erlaubt Wallets Smart-Account-Code (Typ 4). Validatoren dürfen bis zu 2.048 ETH halten.

  8. Dez. 2025

    Fusaka aktuell

    PeerDAS lässt Nodes Blob-Daten stichprobenartig prüfen und ebnet den Weg für mehr Blobs pro Block.

Das nächste Upgrade, Glamsterdam, befindet sich im September 2026 noch in der Testphase. Erwartet werden eine im Protokoll verankerte Trennung von Proposer und Builder (ePBS) sowie Access Lists auf Blockebene. Damit ändert sich erneut, wie Blockseiten beschreiben, wer einen Block gebaut hat und wie er ausgeführt wurde. Sobald ein neues Feld auftaucht, aktualisieren wir unsere Tests, damit die Ratgeber aktuell bleiben.

Mainnet, Testnetze und die erweiterte Ethereum-Familie

Wer „Ethereum Explorer“ sagt, meint meistens das Mainnet, also das Netzwerk, in dem ETH echten Wert hat. Entwickler verbringen allerdings viel Zeit in Testnetzen, und jedes davon hat eigene Explorer. Sepolia ist das empfohlene Testnetz für Anwendungen und Smart Contracts. Hoodi, gestartet im März 2025, ist nach dem Ende von Holesky das Testnetz für Validatoren und Staking-Infrastruktur. Ältere Netze wie Goerli, Ropsten und Rinkeby sind abgeschaltet, auch wenn ihre Namen in alten Tutorials weiter herumgeistern. Unser Überblick der Testnetz-Explorer für Ethereum ordnet jedem Netz seine aktuellen Explorer zu, und unser Live-Tool unterstützt Sepolia und Hoodi von Haus aus.

Jenseits von Ethereum selbst lohnt es sich, zwei weitere Familien zu kennen. Layer-2-Rollups wie Arbitrum, Base und OP Mainnet verarbeiten Transaktionen abseits der Hauptchain und rechnen anschließend mit ihr ab, und jedes hat einen eigenen Explorer. Dazu kommen Forks: Ethereum Classic, das 2016 die ursprüngliche Chain fortgeführt hat, und EthereumPoW, ein Proof-of-Work-Fork, der beim Merge entstanden ist. Geld an die richtige Adresse auf der falschen Chain zu schicken, ist ein überraschend häufiger Fehler. Es zahlt sich also aus zu wissen, welcher Explorer zu welchem Netzwerk gehört.

Für Entwickler: APIs und Explorer zum Selbstbetreiben

Wer eine Wallet, ein Dashboard oder einen Trading-Bot baut, spricht mit einem Explorer eher über dessen API als über die Website. Hier hat sich 2025 und 2026 einiges getan: Etherscan hat den kostenlosen Tarif verschärft, mehrere Chains in Bezahlpläne verschoben und die maximale Zahl an Datensätzen pro Anfrage reduziert. Blockscout bietet dagegen derzeit weiterhin eine REST-API ohne Schlüssel an, auf der auch unser eigener Explorer läuft. Für rohe Chain-Daten decken öffentliche JSON-RPC-Nodes die Grundlagen ab. Unser Vergleich der Ethereum-Explorer-APIs stellt Gratis-Tarife, Ratenlimits und Kompromisse gegenüber, mit kurzen Codebeispielen.

Volle Kontrolle haben Sie, wenn Sie einen Explorer selbst betreiben. Der Code von Blockscout ist öffentlich (seit der Lizenzänderung 2026 Source-Available, davor GPL-3.0) und steckt hinter den offiziellen Explorern Dutzender Netzwerke. Otterscan läuft neben einem Erigon- oder Reth-Node und liefert Ihnen einen schnellen, privaten Explorer auf dem eigenen Rechner, ohne dass irgendein Dritter sieht, was Sie nachschlagen. Gerade für Unternehmen, die aus Datenschutzgründen keine Kundenadressen an externe Dienste schicken wollen, ist das ein echtes Argument. Teams mit privaten oder zugangsbeschränkten Ethereum-Netzen nutzen dieselben Werkzeuge. Der Ratgeber Open-Source- und private Ethereum-Explorer vergleicht die Projekte auf GitHub und erklärt, was jedes davon zum Laufen braucht.

Ethereum in Deutschland, Österreich und der Schweiz: MiCA, BaFin und Co.

Ein Block-Explorer ist ein reines Lesewerkzeug und braucht keine Lizenz. Anders sieht es bei den Diensten aus, über die Sie ETH kaufen, verwahren oder tauschen. In der EU gilt dafür seit dem 30. Dezember 2024 vollständig die Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA. Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen brauchen seitdem eine Zulassung als CASP, die in einem Mitgliedstaat erteilt wird und dann per „Passporting“ in der ganzen EU gilt. Die nationalen Übergangsfristen für Anbieter, die schon vorher am Markt waren, sind spätestens am 1. Juli 2026 ausgelaufen. In Deutschland setzt das Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) den Rahmen, zuständig ist die BaFin. In Österreich übernimmt diese Rolle die Finanzmarktaufsicht FMA.

Die Schweiz gehört nicht zur EU, MiCA gilt dort nicht. Hier ist die FINMA die Aufsicht, mit eigenen Regeln zur Geldwäschebekämpfung. Für alle drei Länder gilt aber derselbe praktische Rat: Bevor Sie Geld an eine Plattform überweisen, prüfen Sie im offiziellen Register, ob sie Kunden in Ihrem Land bedienen darf. Die ESMA führt ein Verzeichnis der zugelassenen CASPs, die BaFin eine Unternehmensdatenbank. Das dauert zwei Minuten und schützt vor den vielen Klon-Seiten, die mit gefälschten Lizenzlogos werben.

Seit Ende 2024 greift in der EU außerdem die sogenannte Travel Rule für Kryptotransfers. Börsen müssen Angaben zu Absender und Empfänger übermitteln, und bei Überweisungen von mehr als 1.000 Euro an eine selbst verwahrte Wallet wollen sie in der Regel nachgewiesen sehen, dass die Wallet wirklich Ihnen gehört. Genau dabei hilft ein Explorer. Sie sehen, ob eine Test-Transaktion angekommen ist, welche Adresse die Börse tatsächlich verwendet hat, und können den Beleg als Link speichern. Auch für das Finanzamt ist eine saubere Dokumentation von Kauf- und Verkaufszeitpunkten nützlich, und ein Explorer-Link mit Zeitstempel ist ein handfester Nachweis. Steuerberatung ersetzt das natürlich nicht: Wie Ihre Transaktionen steuerlich zu behandeln sind, klären Sie am besten mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater.

Warum Sie uns vertrauen können

ethexplorer.org ist unabhängig. Wir sind weder mit der Ethereum Foundation noch mit einem der getesteten Explorer verbunden, und kein Explorer bezahlt für einen Platz in unseren Rankings. Wir testen auf dem Mainnet mit echten Transaktionen, vergleichen die Ergebnisse über mehrere Explorer hinweg und halten fest, wo einer schneller, klarer oder genauer ist. Wenn wir einen Ort zum Kauf von ETH empfehlen, verweisen wir auf eine Börse mit Registrierungen, die Sie selbst nachprüfen können: Wir verlinken auf CEX.IO, das seit 2013 am Markt ist, in den USA bei FinCEN als Money Services Business registriert ist und bei der britischen Financial Conduct Authority eine Registrierung für Kryptowerte-Geschäfte besitzt. Nachprüfen lässt sich das im FCA-Register und in der MSB-Suche von FinCEN.

Wichtig für Leserinnen und Leser in der EU: Eine Registrierung in den USA oder in Großbritannien ist keine MiCA-Zulassung. Ob ein Anbieter Kunden in Deutschland, Österreich oder der Schweiz bedienen darf, klären Sie deshalb am besten selbst im ESMA-Register, in der Datenbank der BaFin oder bei FMA und FINMA. Mehr zu unserer Testmethode lesen Sie auf der Seite über uns (auf Englisch).

Nichts auf dieser Seite ist Anlageberatung. Kryptowerte schwanken stark, und das Wertvollste, was ein Explorer Ihnen geben kann, ist keine Prognose, sondern eine Tatsache: was auf der Chain wirklich passiert ist. Wer diese Tatsachen lesen kann, macht weniger Fehler, ganz gleich, welchen Explorer er bevorzugt.

Häufige Fragen

01

Welcher Ethereum Explorer ist der beste?

Für die meisten Menschen ist es Etherscan: Nirgends gibt es mehr Daten zu Token, Smart Contracts und Adress-Labels. Blockscout ist die beste Option zum Selbsthosten und bietet derzeit eine kostenlose API ohne Schlüssel. Welcher Explorer passt, hängt von der Aufgabe ab. Deshalb ordnen wir zehn Explorer nach Einsatzzweck in unserem Ranking der besten Ethereum-Explorer 2026.
02

Gibt es einen offiziellen Ethereum Blockchain Explorer?

Nein. Ethereum ist ein dezentrales Netzwerk, und die Ethereum Foundation betreibt keinen eigenen Explorer. Die Dokumentation auf ethereum.org listet mehrere unabhängige Anbieter. Etherscan ist der bekannteste, aber ein privates Unternehmen, wie wir in unserem Etherscan-Test erklären.
03

Wie kann ich eine Ethereum Transaktion prüfen?

Kopieren Sie den Transaktions-Hash (66 Zeichen, beginnt mit 0x) aus Ihrer Wallet oder von Ihrer Börse und fügen Sie ihn in einen Block-Explorer ein. Unser Live-Explorer zeigt Status, Bestätigungen, Gebühr und Token-Transfers in verständlicher Sprache. Findet er nichts, prüfen Sie zuerst, ob Sie das richtige Netzwerk gewählt haben.
04

Ist es sicher, meine Wallet-Adresse in einen Block-Explorer einzugeben?

Ja. Ihre Adresse und ihre komplette Historie sind ohnehin öffentlich auf der Blockchain gespeichert, ein Explorer liest diese Daten nur aus. Geben Sie aber niemals einen privaten Schlüssel oder Ihre Wiederherstellungsphrase ein, und verbinden Sie Ihre Wallet nie mit einer Seite, die sich als Explorer ausgibt, wenn Sie die URL nicht selbst eingetippt haben.
05

Sind Ethereum Block-Explorer kostenlos?

Das Durchsuchen ist bei allen getesteten Explorern gratis. Geld kostet nur intensiver API-Zugriff: Etherscan verlangt einen Schlüssel und hat Bezahltarife, Blockscout und öffentliche RPC-Knoten bieten Zugang ohne Key, allerdings mit Ratenlimits. Details stehen in unserem Vergleich der Explorer-APIs.